Wandertipps
Allergien:
Besonders im Frühjahr wenn die meisten Pollenallergien auftreten, sollten Menschen, die an einer Überreaktion des Immunsystems leiden, vor dem Wandern die Pollenvorhersage beachten. Für Allergiker ist Bergwandern im Hochgebirge zu empfehlen, weil die Pollenbelastung in den hohen Lagen niedriger ist als im Flachland.
Blasen vermeiden:
Blasen sind unangenehm und können einem das Wandern total verleiden. Wer sie von Anfang an vermeiden will, sollte niemals mit nagelneuen Wanderschuhen loswandern. Die neuen Schuhe kann man zunächst auf kürzeren Strecken einlaufen. Erst danach sind große Touren zu empfehlen. Verspüren Sie während des Wanderns Druck am Fuß, kleben Sie so früh wie möglich Blasenpflaster auf die Stellen. Bei einer Rast Schuhe und Socken ausziehen und bei Möglichkeit in einem Bergbach kühlen.
Ernährung:
Auf einer Wandertour sollte man alle zwei Stunden eine Kleinigkeit essen. Das kann ein Vollkornbrötchen mit Magerwurst sein oder frisches Obst. Äpfel, Möhren und Nüsse lassen sich gut transportieren. Insgesamt sollte die Nahrung möglichst fettarm und kohlenhydrat- und ballaststoffreich sein. Wanderer starten am besten mit einem vollwertigen Frühstück in den Tag. Müsli mit Obst, Beeren, Joghurt, aber auch Quark und Dickmilch sind hervorragend geeignet. Bei Wandertouren achten Sie auf genügend Pausen.
Sonnenschutz:
Zum Wandern unbedingt Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor mitnehmen! Auch ein bedeckter Himmel lässt genügend UV-Licht durch. Besonders in den Bergen ist die Sonneneinstrahlung stärker und wird oft unterschätzt. Wer sich ungeschützt der Sonne ausliefert, riskiert schnell einen Sonnenbrand. Mit einem Lichtschutzfaktor 12 kann man theoretisch ca. drei Stunden in der Sonne bleiben. Nicht vergessen, die Ohren und die Schultern eincremen, denn das sind besonders empfindliche Stellen.
Trinken:
Wer sich bewegt, verbrennt Energie und Flüssigkeit. Beim Wandern ist wie bei allen Sportarten auf ausreichenden Flüssigkeitsausgleich zu achten. Selbstverständlich sollte es sich um ein alkoholfreies Getränk handeln. Optimal ist stilles Wasser, denn das ist zuckerfrei und schmeckt auch noch im wärmeren Zustand. Außerdem kann man in vielen Raststationen Wasser nachfüllen – zur Not auch aus einem klaren Bergbach. Je nach Länge der Wandertour sind 2-3 Liter am Tag ein guter Schnitt. Da der Wanderer nicht selten allein auf weiter Flur wandelt, kann das Mitführen von Wasser lebensrettend sein.
Zecken:
Zecken sind besonders in den Monaten März bis Oktober aktiv. Die kleinen Blutsauger finden sich am häufigsten auf Wiesen, in Gärten und im Wald. In den besonders aktiven Monaten schützen beim Wandern lange Hosen und Hemden mit langem Arm. Geschlossene Schuhe, also Wanderschuhe trägt man ja sowieso in der Regel. Nach jedem Wandern sollte man sich unbedingt auf Zecken untersuchen. Die Biester stechen in der Regel nicht sofort, sondern suchen sich eine geeignete warmfeuchte Stelle. Es ist daher ratsam, auch nochmal vor dem zu Bett gehen den Körper nach Zecken abzusuchen.